Dönerplan

Welche Döner-Sorten gibt es?

Hinter der Theke hängt ein Dutzend Bezeichnungen, und die wenigsten beschreiben ein anderes Gericht. Die meisten beschreiben eine andere Hülle, eine andere Beilage oder eine andere Region. Wir haben nachgezählt, welche Begriffe in den Bewertungen von 1.848 Betrieben tatsächlich vorkommen — die Rangfolge überrascht an mehreren Stellen.

Das Grundprinzip, und was daran variiert

Allen Varianten gemeinsam ist der senkrechte Spieß: gestapelte Fleischlagen, Hitze von der Seite, abgeschnitten wird nur, was außen fertig ist. Was sich unterscheidet, ist alles darum herum — die Hülle, die Beilage, die Soße, und ob überhaupt Fleisch dabei ist.

Daraus folgt eine einfache Ordnung: Es gibt Varianten der Hülle (Brot, Yufka, Box, Teller), Varianten der Füllung (Kalb, Pute, Falafel, Halloumi, Seitan) und Gerichte, die mit dem Spieß gar nichts zu tun haben, aber in jedem Dönerladen auf der Karte stehen (Lahmacun, Pide, Börek). Wer das einmal auseinanderhält, versteht jede Speisekarte.

Die Varianten der Hülle

Döner im Brot
Der Standard: ein Viertel Fladenbrot, aufgeschnitten und gefüllt. Oben offen, deshalb aus der Hand essbar, aber anfällig für auslaufende Soße.
Dürüm
Dieselbe Füllung, in einen dünnen Yufka-Fladen gerollt statt ins Brot gefüllt. Rundum geschlossen, hält unterwegs besser zusammen. Ausführlich unter „Dürüm Döner“.
Yufka
Streng genommen der Name des dünnen Fladens selbst, nicht des Gerichts. In Baden-Württemberg heißt der Dürüm so — in Stuttgart nennen ihn 85 % der Betriebe Yufka, in Berlin praktisch keiner.
Rollo
Wieder dasselbe, unter deutschem Namen. Regional extrem begrenzt: in Bremen in 74 % der Betriebe, in den 19 anderen von uns erfassten Städten zusammen sechsmal.
Döner Teller
Ohne Brot, dafür mit Reis, Bulgur oder Pommes und Salat. Die sättigendste Variante und die einzige, bei der sich die Bestandteile getrennt halten lassen.
Dönerbox
Pommes als Grundlage, Fleisch darauf, alles in einer Schachtel zum Mitnehmen. Mehr dazu unter „Die Dönerbox“.

Wie oft welcher Begriff in den Bewertungen fällt

  • Anteil der 1.848 Betriebe
Dürüm658 Betriebe
36 %Anteil der 1.848 Betriebe
Falafel477 Betriebe
26 %Anteil der 1.848 Betriebe
Lahmacun330 Betriebe
18 %Anteil der 1.848 Betriebe
Halloumi185 Betriebe
10 %Anteil der 1.848 Betriebe
Seitan166 Betriebe
9 %Anteil der 1.848 Betriebe
Pide138 Betriebe
7 %Anteil der 1.848 Betriebe
Yufka120 Betriebe
6 %Anteil der 1.848 Betriebe
Teller115 Betriebe
6 %Anteil der 1.848 Betriebe
Köfte58 Betriebe
3 %Anteil der 1.848 Betriebe
Iskender26 Betriebe
1 %Anteil der 1.848 Betriebe

Anteil der Betriebe, in deren Google-Bewertungsthemen der Begriff überhaupt vorkommt; Stand 6.9.2026, Grundlage sind 1.848 Betriebe mit vorliegenden Themen. Gezählt wird, worüber Gäste schreiben — nicht, was auf der Karte steht. Ein niedriger Wert heißt also nicht, dass es die Variante selten gibt, sondern dass sie selten erwähnt wird.

Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens steht Falafel mit 477 Betrieben auf Platz zwei — vor allen klassischen Fleischvarianten außer dem Dürüm. Der vegetarische Döner ist keine Nische mehr, und wie weit das geht, steht unter „Vegetarischer und veganer Döner“.

Zweitens taucht der Iskender nur in 26 Betrieben auf, obwohl er auf vielen Karten steht. Das liegt an seiner Bauform: Er ist ein Tellergericht mit eigener Zubereitung und wird in Deutschland eher in Restaurants als in Imbissen bestellt — dort, wo weniger Bewertungen entstehen.

Die Varianten der Füllung

Kalb
Der Standard in Deutschland, deutlicher als die meisten denken: Von den Betrieben, bei denen überhaupt eine Fleischart genannt wird, ist es in 75 % Kalb. Lamm kommt auf 9 %.
Pute oder Hähnchen
Die magerere Alternative, 21 % der Nennungen. Wird häufiger vom Spieß geschnitten als gegrillt und ist trockener, wenn der Spieß zu lange steht.
Falafel
Frittierte Kichererbsenbällchen, ursprünglich aus der Levante, in Deutschland fest im Dönerladen angekommen. Die verbreitetste fleischlose Füllung.
Halloumi
Gegrillter Salzkäse, bleibt beim Braten in Form. Kalorisch kein Sparmodell — er ersetzt das Fleisch, nicht dessen Brennwert.
Seitan und Soja
Der vegane Spieß, meist aus Weizeneiweiß. Deutlich regional: 68 der 166 Betriebe mit Seitan-Nennung stehen in Berlin, 37 in Leipzig.
Gemüsekebap
Gegrilltes Gemüse statt eines Teils des Fleischs, oft zusätzlich statt anstelle. In Berlin ein eigenes Genre mit eigenen Institutionen.

Was sonst noch auf der Karte steht

Lahmacun
Dünner Teigfladen mit würzigem Hackfleischbelag, gerollt gegessen. Kein Döner, aber in 330 Betrieben Thema — die verbreitetste Beigabe überhaupt.
Pide
Das schiffchenförmige Fladenbrot, belegt und überbacken, mit Käse, Hackfleisch oder Sucuk. Wird geteilt, nicht aus der Hand gegessen.
Iskender
Dönerfleisch auf gewürfeltem Fladenbrot, mit Tomatensoße übergossen, dazu Joghurt und zerlassene Butter. Benannt nach Iskender Efendi aus Bursa. Ein Tellergericht, das mit dem Döner im Brot wenig gemein hat außer dem Spieß.
Köfte und Adana
Gewürzte Hackfleischröllchen beziehungsweise -spieße vom Grill. Verwandt, aber kein Drehspieß — und deshalb auch nicht dasselbe wie ein Döner aus Hackfleisch, den es nicht gibt.
Börek und Baklava
Blätterteig mit Füllung, süß oder herzhaft. Baklava steht in 102 Betrieben in den Bewertungen — der häufigste Nachtisch im Dönerladen.

Häufige Fragen

Welche Döner-Sorten gibt es?

Nach der Hülle: Döner im Brot, Dürüm beziehungsweise Yufka oder Rollo, Dönerbox und Döner Teller. Nach der Füllung: Kalb, Pute, Falafel, Halloumi, Seitan und Gemüsekebap. Dazu Gerichte, die im Dönerladen dazugehören, aber keine Döner sind — Lahmacun, Pide, Iskender, Köfte.

Was ist der Unterschied zwischen Döner und Kebab?

„Kebab“ ist der Oberbegriff für gegrilltes Fleisch, „Döner“ bezeichnet die Zubereitung am drehenden Spieß — dönmek heißt drehen. Ein Döner ist also eine Art Kebab, aber nicht jeder Kebab ist ein Döner: Adana und Şiş kommen vom waagerechten Grill.

Was ist der Unterschied zwischen Dürüm und Yufka?

In der Bestellung nichts. „Dürüm“ beschreibt die gerollte Form, „Yufka“ den dünnen Fladen — beides gibt es nur zusammen. Welches Wort gilt, hängt an der Region: In Stuttgart heißt es Yufka, in Berlin Dürüm, in Bremen Rollo.

Welche Sorte ist die kalorienärmste?

Der Teller ohne Brot, mit wenig Soße. Der größte Einzelposten beim Döner im Brot ist das Brot; fällt es weg, fällt am meisten weg. Die Box ist trotz fehlendem Brot die schwerste Variante, weil Pommes hinzukommen statt zu ersetzen.

Gibt es Döner ohne Fleisch?

Ja, und zwar verbreitet. Falafel steht bei 477 der 1.848 ausgewerteten Betriebe in den Bewertungen, Halloumi bei 185, Seitan bei 166. Mehr dazu unter „Vegetarischer und veganer Döner“.

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